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Test
Pin-high

Zum Zeitpunkt der Tests lagen mir Tabellen vor, die die beiden letztgenannten Einflussgrößen auf meine individuellen Schlaglängen mit den jeweiligen Schlägern darstellen. Am Beispiel meines Eisen 7 hieße das: Bei 2° C Außentemperatur flöge mein gut getroffener Ball auf Meereslevel 138m weit, bei 24° 145m und bei 42° 151m. Die alte Faustformel: Bei 0° fliegt ein Ball 10 Prozent kürzer, würde somit zwar nicht ganz exakt stimmen, wäre jedoch durchaus ein Anhaltspunkt.

Über meine effektive Schlaglänge beeinflusst durch die Höhenlage über NN gibt die Tabelle ferner folgende Auskunft: Auf 500m flöge mein Ball mit dem 7er Eisen 151 Meter weit, auf 1500m schon 162 Meter und in 3000m Höhe gar 177 Meter weit.   

Durch die sukzessive Arbeit mit dem Gerät über mehrere Runden auf unterschiedlichen Plätzen und abzüglich meines Vorwissens über Winkelkompensation kann ich die beiden oben beschriebenen Tabellen, die ihrerseits als Algorithmen in das Gerät mit einprogrammiert sind, isoliert absolut bestätigen und bin nicht nur deshalb völlig begeistert von Leupolds GX-II. So oft „Pin-high“ wie in den letzten Wochen lag ich auf jeden Fall schon lange nicht mehr … .

Darüber hinaus testete ich, ob und wie genau man auf dem Platz seine eigenen Schlaglängen vermessen kann. Wenn man dies auf der Drivingrange versucht, wird das Ganze mitunter sehr ungenau, da man zum einen nicht sieht, wo der Ball landet, und zum zweiten die Längenangaben auf der Driving Range selten hundertprozentig stimmen. Meine eigene Schlaglängenvermessung pflege ich persönlich alle zwei Monate mit meinem Flightscope Radargerät vorzunehmen, ein Vorzug der natürlich nicht jedem zur Verfügung steht.

Wenn man auf dem Golfplatz einen guten Schlag ins Grün gespielt hat, kann man mit den Leupoldgeräten sehr genau seine eigene Schlaglänge herausfinden. Man misst einfach vor dem Schlag die Entfernung zur Fahne und nach dem Schlag die Entfernung von der Pitchmarke zum Loch und zieht diese von der Messung vor dem Schlag ab bzw. addiert sie hinzu. Legt man sich zu diesen Werten über einen längeren Zeitraum Tabellen an, so wird man seine eigenen Carrylängen sehr genau kennenlernen.

Wenn man wissen will, wie weit der eigene Drive auf der Spielbahn xy gegangen ist, kann man auch dies mit einem Entfernungsmesser bestimmen. Da man auf dem Fairway bei dem Versuch zum Abschlag zurück zu lasern niemals die Abschlagskugeln treffen wird, sollte man auf dem Abschlag einen markanten Punkt messen, der hinter dem Abschlag liegt und später auf dem Fairway wieder als Reflektorpunkt dienen kann. Die Schlaglänge ist somit die Differenz aus Länge zum markanten Punkt vom Fairway und jener zuvor auf dem Abschlag gemessenen.


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