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Golf Performance Center
Das duale Fitting-System


Neben Talent und Trainingsfleiß stützen vor allem zwei grundlegende Faktoren die individuelle Technik eines Golfspielers: Auf der einen Seite dessen aktuelle körperliche Verfassung und das grundsätzliche Potenzial seiner Physis. Auf der anderen Seite die Auswahl des geeigneten Materials; ein wesentlicher Punkt, der oft vernachlässigt wird.

Der deutsche Golfer trainiert fleißig. Regelmäßigem Unterricht bei einem PGA-Golfprofessional schenkt er oft ähnlich hohe Aufmerksamkeit wie dem selbstständigen Training auf der Driving Range und im Kurzspielareal. Beides ist äußerst positiv und hilft, das jeweilige Entwicklungspotenzial auszuschöpfen.

In Bezug auf die Ausrüstung jedoch besteht in Deutschland noch immer Aufklärungsbedarf: Anstatt sich dem PGA-Golfprofessional nicht nur in Sachen Unterricht, sondern auch bei der Materialauswahl anzuvertrauen, lassen sich viele Spieler durch eine große Vielfalt an Angeboten in Shops beeindrucken und von vermeintlichen Sonderangeboten blenden. Irgendwann Anfang der 80er-Jahre wurde die Individualität der Ausrüstung durch Massenproduktion verdrängt. Discounter schossen aus dem Boden und überboten sich an Auswahl und Preisnachlässen. Dieser Trend scheint erst allmählich wieder zurückzugehen. Immer mehr Golfer sind es heute offenbar müde, ständig selbst nach der besten Ausrüstung zu suchen und damit letztlich auch die Verantwortung für die Auswahl des Materials zu tragen. Und sie haben realisiert, dass ein Sonderangebot, so verlockend und vielleicht auch optisch attraktiv es sein mag, im Einsatz auf dem Platz oft nichts bringt: weder Erfolg noch Spaß am Spiel.

Der kompetenteste Ansprechpartner in Sachen Materialauswahl ist der PGA-Golfprofessional. Vor 100 Jahren hat der Golfprofessional das Material für jeden seiner Schüler eigenhändig angefertigt. Ein Trend, der wieder in Mode kommt. Stangenware war gestern, Individualität wird wieder großgeschrieben. An dieser Stelle setzt das „Duale Fitting-System“ von David Grasskamp an: Der PGA-Golfprofessional und Spezialist in Sachen Schläger-Fitting verknüpft Material-Know-how und PGA-Golfkompetenz.

Schläger-Fitting besteht aus den beiden Teilbereichen statisches Fitting und dynamisches Fitting. Beim statischen Fitting werden lediglich die Körperproportionen des Spielers vermessen und aus den Werten errechnet, wie der Schläger für den jeweiligen Golfer aussehen sollte, was Griffstärke, Schaftlänge und Liewinkel angeht. Dynamisches Fitting bezieht die Bewegung während des Golfschwungs mit ein. Geschwindigkeit und Lagewinkel des Schlägerkopfs im Treffmoment fließen ebenso in die Entscheidung über die zu wählenden Spezifikationen des Schlägers mit ein wie individuelle Schwungeigenschaften des Spielers, die zu einem bestimmten Ballflug führen.
Das duale Fitting-System von David Grasskamp geht nun sogar noch einen Schritt weiter. Der erfahrene PGA-Golfprofessional und ausgebildete Fitting-Experte bestimmt das individuelle Entwicklungspotenzial des Spielers. Und vermeidet auf diese Weise, dass der Golfer nach einem Fitting Sklave seiner Schläger wird. Es gilt dabei zu erkennen, welche Ergebnisse des Fittings den körperlichen Gegebenheiten zugeordnet werden können und welche Resultate schwungtechnisch bedingt sind. Ein Beispiel: Stellt man bei der für ein professionelles Fitting obligatorischen Radarmessung des Balles fest, dass Abflugwinkel und Spinrate viel zu hoch sind, würden die meisten reinen Schlägerverkäufer wohl ein Spielgerät mit weniger Loft, steiferem Schaft und höherem Kickpunkt empfehlen. Dass ein Golfer mit den beschriebenen Spezifikationen sein eigentliches Problem dann aber nur überspielt und ihm damit die Tür zu einer ökonomischeren Technik vor der Nase zugeschlagen wurde, ahnt der Verkäufer nicht einmal.

Ein erfahrener PGA-Golfprofessional erkennt diese Faktoren und berücksichtigt sie bei seiner Empfehlung. Denn der zu hohe Abflugwinkel des Balles und die zu hohe Spinrate können ihre Ursache auch darin haben, dass der Golfer den Schlag zum Ball zu früh angesteuert oder den Körperschwerpunkt im Treffmoment durch mangelnde Gewichtsverlagerung zu weit hinten hat. Beides lässt sich durch Training mitunter leicht ökonomisieren und führt zu konstanteren und längeren Schlagergebnissen.

Natürlich gibt es Golfspieler, die keine Zeit oder einfach auch keine Lust haben, gegen ihren Slice zu arbeiten, und die Übungseinrichtungen einer Golfanlage nur vom Hörensagen kennen. Bei solchen Spielern macht es durchaus Sinn, sie mit Material auszustatten, das den Ergebnissen ihrer falschen Schwungtechnik entgegenwirkt. Problem dabei: Der Golfer wird im Grunde in seinem Fehler bestärkt, darf diesen ungestraft beibehalten und sogar noch verstärken, ohne dass er durch sichtbar schlimmere Auswirkungen seiner schlechten Technik zu einer Korrektur gezwungen würde. Gefahr: Wenn das Material falsche Technik so weit korrigiert, dass trotz dieser akzeptable Ergebnisse erzielt werden, muss der nächste Schläger, weil sich die falsche Technik weiter verschlimmert, noch mehr Kompensationen enthalten. Irgendwann benötigt der Spieler einen Schläger mit einer um 8 Grad geschlossenen Schlagfläche, um den Ball in der Nähe des Fairways zu halten.

Für Golfer, die ihr Entwicklungspotenzial noch nicht ausgeschöpft haben, sollte der Golfschläger das persönliche Trainingsgerät sein. Inwieweit ein Schläger den möglichen Entwicklungsspielraum seines Besitzers berücksichtigt und deshalb für dessen aktuellen Technikstand einen kleinen Kompromiss darstellt, das entscheiden allein Spezialisten wie David Grasskamp. Sie sorgen dafür, dass das Material einen Spieler immer bestmöglich und dabei progressiv in seiner Entwicklung unterstützt. Die Modifikation eines Golfschlägers ist ein „Mitwachsen“ – weniger mit der körperlichen als mit der spielerischen Größe seines Besitzers.

Wie genau dieses Mitwachsen aussehen soll, das können erfahrene Fitting-Fachleute analysieren und entsprechend auf das Material übertragen. Es ist kein Luxus, zumindest einmal im Jahr – ähnlich der Inspektion beim Auto – beim Fachmann zum Materialcheck anzutreten. Mit dem Unterschied, dass der PGA-Golfprofessional dabei auch noch Ihr Können, Ihre Lieblingsstrecken und Ihre in den nächsten Monaten zu erwartende Fahrweise auf dem Golfplatz berücksichtigt.



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